Heiko Meyer

HM Objekteinrichtungen & Coffeehouse No.1

Heiko Meyer (52)

Familienstand: Verheiratet

Wohnort: Lüneburg

Unternehmen: HM Objekteinrichtungen & Coffeehouse No.1

Positionen: Inhaber

Standort: Lüneburg

Vorfreude oder Sorge –
Was empfinden Sie, wenn Sie an die Zukunft denken?

Heiko Meyer: Als positiv denkender Mensch freue ich mich auf die Zukunft mit all ihren Chancen. Gleichzeitig sehe ich aber auch die Verpflichtung unserer Generation, die Welt ein Stück besser zu machen. Unser Dasein hier ist endlich. Umso wichtiger ist das, was wir nachfolgenden Generationen hinterlassen.

Welche Herausforderungen sehen Sie in der Zukunft?

Heiko Meyer: Unser Werteverständnis und unser Wohlstandsniveau müssen erhalten bleiben. Nur ein im westlichen Sinne demokratischer und wirtschaftlich prosperierender Staat hat die Möglichkeiten, die Schwächeren unter uns, aber auch weniger begüterte Länder und Kontinente zu fördern und gegen konkurrierende Staatsformen zu bestehen. Gerade die Corona Pandemie zeigt, wie wichtig demokratisch legitimierte und erfolgreiche Staatengebilde mit einer entsprechenden Wirtschaftsleistung sind, um auch die Ärmeren zu unterstützen.

Was wünschen Sie sich für Lüneburg?

Heiko Meyer: Lüneburg hat zwei gute Jahrzehnte der Stadtentwicklung, maßgeblich getrieben durch das Wachstum der Hamburger Metropolregion, hinter sich. Diese Entwicklung gilt es unter erschwerten Bedingungen fortzuschreiben. Die Herausforderungen sind aber zahlreich und schwerwiegend, daher wünsche ich mir folgendes:

1. Das „Miteinander“ in der Lüneburger Zivilgesellschaft muss gefördert werden: Die divergierenden Interessengruppen der Stadt müssen zusammengeführt werden. Die Menschen in unserer Hansestadt sollen intensiver an den politischen Entscheidungen beteiligt sein, um im Dialog miteinander die bestmögliche Entwicklung für Lüneburg auf den Weg zu bringen.

2. Das Bevölkerungswachstum unserer Hansestadt muss engagiert gesteuert werden, damit unser Lüneburg ein liebenswerter und bezahlbarer Wohn- und Lebensraum für die Menschen in dieser Stadt bleibt.

3. Der Strukturwandel im stationären Handel wird die Lüneburger Innenstadt verändern. Dieser Prozess muss gleichermaßen mit sozialem Engagement und mit ökonomischer Kompetenz gestaltet werden.

4. Unsere Stadtverwaltung braucht eine neue, agile Steuerung mit modernen Methoden, um sie für die Zukunft fit zu machen. Die Menschen in der Stadt sollen informiert sein, vor allem mit Ihren Forderungen und Wünschen gehört werden. Planung und Entwicklung unserer Hansestadt sollen sich nach Ihren Bedürfnissen richten.

 
Wo sehen Sie sich selbst in 20 Jahren?

Heiko Meyer: In 20 Jahren blicke ich hoffentlich auf zwei oder drei erfolgreiche Amtsperioden als Oberbürgermeister dieser Stadt zurück. Ich bin zuversichtlich, dass ich die Geschicke unserer Hansestadt so leiten kann, dass meine Vorstellungen von der weiteren Entwicklung Lüneburgs eintreffen.

Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft:
Welches Ihrer Ichs ist Ihnen am liebsten –
und warum?

Heiko Meyer: Ich habe immer die Herausforderung gesucht, getrieben von dem Wunsch, etwas Besseres zu schaffen. Insofern ist mir das zukünftige „Ich“ das liebste, es baut aber selbstverständlich auf die Erfahrungen der Vergangenheit und das heutige Bewusstsein und Erleben auf.

Was tun Sie selbst dafür,
dass die Zukunft lebenswert wird?

Heiko Meyer: Wir alle haben unser Leben auf dieser Welt nur „geborgt“. Wir sind aufgefordert, das Beste aus unserem Leben und für das Miteinander in unserer Gesellschaft zu machen. Mit meiner Kandidatur für die Position des Oberbürgermeisters möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass die Zukunft für uns Lüneburger lebe

Wie sollen sich
künftige Generationen an Sie erinnern? 
 

Heiko Meyer: Ich würde mich freuen, wenn man sich an mich als diejenige Person erinnert, die unsere Stadt auf den richtigen Weg gebracht hat, indem die Bürgerinteressen zusammengeführt, an die erste Stelle gesetzt und bestmöglich umgesetzt wurden.

Eine Zeitkapsel befördert Sie in das Jahr 2121: Was sehen Sie?

Heiko Meyer: Ich sehe eine Welt, die ihre ökologischen und ökonomischen Probleme der Vergangenheit mit Hilfe technologischer Kompetenz bewältigt hat. Das Problem der Daseinsvorsorge, sowohl ökologisch als auch ökonomisch, ist gelöst. Die Bürger können sich Sinn stiftenden und erfüllenden Tätigkeiten widmen.

Wie können sich Unternehmer heute auf die Zukunft vorbereiten? 

Heiko Meyer: Die wichtigste Botschaft besteht darin, deutlich zu machen, dass es keine Stabilität mehr gibt. Der technologische und ökonomische Wandel wird sich nicht verlangsamen, sondern noch beschleunigen. Märkte und Käuferpräferenzen ändern sich schneller als in der Vergangenheit. Die Unternehmen müssen flexibel sein und, soweit es möglich ist, vorausschauend agieren, um ihren Bestand zu sichern.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Sie? 

Heiko Meyer: Nachhaltigkeit hat für mich drei Dimensionen, die es gleichermaßen zu verfolgen gilt:

1. Die ökologische Nachhaltigkeit bezieht sich auf unser Ökosystem. Eine Vernachlässigung der ökologischen Nachhaltigkeit führt dazu, dass bestimmte Ressourcen unwiderruflich zerstört oder unbrauchbar gemacht werden und damit weiteren Entwicklungen die Grundlage entzogen wird.

2. Die soziale Nachhaltigkeit beschreibt die bewusste Organisation von sozialen und kulturellen Systemen. Bildung, die Stärkung sozialer Werte und sozialer Einrichtungen verbessern die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft gegenüber nachteiligen Entwicklungen.

3. Die ökonomische Nachhaltigkeit ist der dauerhafte wirtschaftliche Wohlstand. Dabei sollten die benötigten Ressourcen aufrechterhalten werden.

Digitalisierung – Chance oder Hindernis? 

Heiko Meyer: Die Digitalisierung bietet uns die Chance, zahlreiche Probleme der Gegenwart zu lösen. Die digitalen Technologien ermöglichen im technischen Bereich, im Umweltschutz, aber auch im Gesundheitswesen oder auf sozialer Ebene neue Methoden der Interaktion. Wie immer beim technischen Fortschritt entstehen dabei jedoch auch Herausforderungen: Arbeitsplatzverluste in klassischen, vor digitalen Beschäftigungsbereichen und die Gewöhnung an den Umgang mit neuen Techniken sind hier an erster Stelle zu nennen.

Sind Ihre Produkte/Dienstleistungen zukunftsfähig? 

Heiko Meyer: Ich halte die von meinen Mitarbeitern und mir erstellten Dienstleistungen für zukunftsfähig. Wir arbeiten fortwährend daran, dass sie den Erfordernissen der Nachhaltigkeit besser entsprechen. Auf diesem Gebiet werden wir zukünftig mit Sicherheit weitere technologische Lösungen zur Verfügung haben. An dieser Stelle wird wiederum deutlich, wie wichtig die Veränderungs- und Anpassungsbereitschaft von Unternehmen, Politik und auch des zukünftigen Oberbürgermeisters unserer Hansestadt sind.

Stefan Buchholz

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